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Leuchtende Augen am Schreibtisch

Porträt Dr. Ulrich Wendel | Chefredaktor Faszination Bibel

Ich sitze als frischgebackener Redaktor an meinem Schreibtisch und lese Artikel. Einen nach dem anderen. Sie sind von Theologen, die etwas in ihrer Bibel entdeckt haben, das sie staunen liess. Aber auch Berichte von völlig normalen Christen sind dabei, die ihre Bibelerfahrung teilen. Ich bin berührt: Was für Kostbarkeiten! Frauen und Männer erzählen, wie die Bibel sie durch harte Zeiten getragen hat. Aber auch, wie steile Bibelverse zur zusätzlichen, schier unerträglichen Last wurden. Solche unfrisierten Berichte tun gut. Fachleute entführen mich nach Galiläa und lassen mir Lichter aufgehen: So habe ich diesen Bibeltext noch nie gesehen! Meine Augen fangen an zu leuchten ... •– mehr

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Vom Frust zur Faszination

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Passion Christi: Gott, was für ein Mensch!
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Passion Christi: Gott, was für ein Mensch!

bild1_kreuz

Mel Gibson schlägt Jesus in seinem Epos brutal ans Kreuz. Was steckt hinter dem Tod von Jesus? Die teensmag-Chefredaktorin Anja Schäfer gibt vier Antworten auf Fragen, die die Passionsgeschichte aufwirft.


Warum musste Jesus einen grausamen Tod am Kreuz sterben?

Keine simple Frage, im Grunde gibt die gesamte Bibel genau darauf eine Antwort ... Die ultra-Kurzform: Gott ist völlig rein, perfekt, heilig. Und aus diesem Grund kann nur Perfektes in seine Nähe kommen. Wir sind das nicht, weil wir als Menschen immer hinter Gottes Perfektion zurückbleiben. Gott möchte trotzdem mit uns zusammen leben. Er möchte uns in seiner Nähe haben. Zur Zeit des Alten Testaments in der Bibel konnten die Menschen ihr zu-kurz-Kommen, ihre Schuld mit einem Tieropfer verbrennen. Ein unschuldiges Tier starb also für den Schuldigen. Aber das war nur eine Zwischenlösung, bis Gott selbst auf die Erde kam. Jesus lebte sein Leben perfekt und konnte so als Unschuldiger die Schuld der Schuldigen tragen. Das geschah auf die grausame Art und Weise, die für ein Opfer angemessen war. Wenn wir Jesus unsere Fehltritte abgeben, sind wir so rein, dass wir vor Gott treten und bestehen können.
Zum anderen wird Gott am Ende aller Tage eine grosse Gerichtsverhandlung über alle Menschen halten. Was auf der Erde geschieht, kommt dort zur Sprache. Den Ausgang der Verhandlung nehmen die vorweg, die an Jesus glauben, die auf ihn zeigen und sagen: »Er hat alle meine Fehler am Kreuz schon bezahlt, ich bin clean.« Sie sind damit freigesprochen. Darauf weist die Leidensgeschichte von Jesus hin: Er ging durch eine Gerichtsverhandlung und bekam die Strafe, die die übelsten gottlosen Verbrecher damals erwartete.
Dies sind nur zwei Teile einer vielfältigen Antwort, wie gesagt, zwischen den Buchdeckeln jeder Bibel gibt's mehr - angefangen zum Beispiel im 1. Johannesbrief Kapitel 2 ...

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Warum soll Jesus der einzig wahre Gott sein?

Die Frage dahinter ist die, ob nicht auch die anderen Religionen gleichzeitig stimmen und alle zum selben Ziel führen. Klingt verlockend, dann wären ziemlich viele Kämpfe in der Welt unnötig. Die Wahrheit ist, dass keine Religion sagt, dass sie nur ein Weg von vielen ist. Im Kern schliessen sich alle aus, sie alle haben Lehren, die sich eben nicht miteinander vereinbaren lassen, sondern sich völlig widersprechen.
Burger King hat eine Zeitlang die Strategie verfolgt, überall dort Läden zu eröffnen, wo es schon einen McDonald's gab. Wo die Konkurrenz Gewinne machte, wollte man auch sein. Gottes Gegenspieler eröffnet gern seine Filialen. Letztlich bestätigen die anderen Religionen nur, dass es überall in jedem Menschen eine Sehnsucht nach dem Paradies gibt - und allein diese universelle Sehnsucht deutet auf einen Gott hin, der sie erfüllen kann.
Jesus hat glasklar formuliert, dass er die einzige Chance ist, dieses Ziel zu erreichen: »Niemand kommt zum Vater, ausser durch mich.« Entweder er war ein Spinner oder er hatte Recht.

bild3_kelch