teensmag sucht 2oder3
Zwölf Wochen lang läuft 2005 die teensmag-Mitmachaktion "2oder3" für Teenies.
Oft herausfordernder als ein Dschungelcamp: der ganz normale Alltag mit Jesus. Herausfordernd, ihn im Alltag zu erleben - und herausfordernd, wie er unseren Alltag auf den Kopf stellen kann, wenn wir ihn ganz reinlassen.

Die christliche Jugendzeitschrift teensmag hat dafür das grosse Experiment "2oder3" gestartet: Teens stürzen sich ins Abenteuer, sich mit einem oder zwei Freunden zu einem Miniteam zusammen zu tun, sich einen Coach zu suchen und sich zwölf Wochen lang zu treffen, zu beten und praktische Herausforderungen anzugehen, die teensmag stellt. Dazu gehören kreative Aktionen um aktiv die Bibel zu lesen, sich täglich per SMS oder am Telefon zu segnen oder heimlich Gutes zu tun.
Das Material liegt nun auch in Buchform vor, ergänzt durch Unterlagen für weitere zwölf Wochen. Tipps helfen bei der Umsetzung in die Praxis. Erfahrungen von teensmag-Lesern motivieren zur Nachahmung. Sie zeigen: Der Kreativität für eigene Aktionen sind keine Grenzen gesetzt. Sie reichen von Segensgebeten per SMS über ein Jesus-Picknick mit Fisch-Burgern bis hin zu Besuchen im Altersheim. Das Buch ist im SCM R. Brockhaus Verlag erschienen und ist bei der teensmag-Redaktion oder in jeder christlichen Buchhandlung für EUR 3,95/Fr. 7.70 zu haben. Hier kann man es online bestellen. |
Hier anschliessend gibts die komplette Einführung ins Material. Die Unterlagen für die ersten zwölf Wochen sind hier online. Das Poster zur Aktion kann man hier ansehen (A3, PDF, 317 kb).
Enter the next level!
Abgefahrenes und Herausforderndes ist zur Zeit total angesagt. Endlich mal den ätzenden, durchschnittlichen Alltag hinter sich lassen und was Spannendes ausprobieren! Ich will was erleben! Etwas, das mir einen neuen Kick verspricht und den Adrenalinspiegel in die Höhe treibt. »Enter the next level – NOW!«

Manche träumen vom Fallschirmsprung, von der Adventure-Tour in fremde Länder oder vom Shopping-Trip nach Paris. Andere sehnen sich nach dem freien Fall vom Tower im Freizeitpark oder denken rund um die Uhr an den umwerfenden Sonnyboy in der Nachbarklasse. Und wieder andere gehen dieser Sehnsucht-nach-mehr vor der Flimmerkiste nach und fiebern mit den Möchtegern-Stars.
Ungeahnte Kräfte
Zugegeben, nicht jeder hat übertriebene Lust mit Daniel K. im Dschungel Heuschrecken zu essen und in Schlammlöchern zu baden ... Aber sei mal ehrlich: Irgendwo im Tiefsten deines Herzens möchtest du dich auch vom Durchschnitt abheben, live dabei sein, wenn es was Tolles zu erleben gibt und nachts nicht einschlafen können, weil dir die Vorfreude auf deine persönliche Herausforderung den Puls in die Höhe treibt! Diese Sehnsucht nach mehr treibt uns an, kann ungeahnte Kräfte freisetzen, unsere Welt verändern und ist die Grundsäule unseres Wirtschaftssystems. Es gibt nur ein Problem: Letztendlich wird diese Sehnsucht nie gestillt! Der ultimative Kick ist vorüber – und was bleibt? Was kommt jetzt? Ist erst einmal das große Ziel erreicht oder eingekauft, taugt es schon kurze Zeit später nicht mehr als heißes Gesprächsthema auf dem Pausenhof – und plötzlich steht dann wieder diese doofe Frage im Raum: »Das kann doch nicht alles gewesen sein?!« Die meiner Meinung nach tollste Ehefrau dieser Welt und ich sind vor wenigen Wochen ziemlich spontan umgezogen. Völlig unerwartet haben wir eine absolute Traumwohnung angeboten bekommen. Mitten in der Fußgängerzone und mit einer 25qm großen, unglaublichen Dachterrasse mit Blick beinahe über die komplette Stadt! Wir konnten nicht mehr schlafen vor Aufregung und Vorfreude und können es manchmal immer noch nicht glauben. Natürlich sind wir dankbar für diese Wohnung und freuen uns total darüber. Glücklicher und zufriedener werden wir aber auch durch sie nicht und das Kribbeln im Bauch hielt dummerweise auch nicht besonders lange an. Es muss also mehr geben – etwas Tieferes, Beständigeres, Erfüllenderes!
Mittendrin
Ich verrate dir ein Geheimnis: Die größte Herausforderung, das spannendste Experiment findest du unmittelbar mitten in deinem stinknormalen Alltag! Und zwar dann, wenn du genau dort anfängst, dich 100%ig auf Jesus einzulassen. Wenn du den Staub von deiner Bibel wegbläst und ernsthaft versuchst, die Herausforderungen, über die du automatisch in diesem besonderen Buch stolperst, mit göttlicher Unterstützung in der Schule, in deiner Clique und Familie umzusetzen! Natürlich darfst du auch in Zukunft vom Fallschirmsprung und der neuen eigenen Bude träumen, aber die eigentliche Herausforderung, der echte Kick, der ein Leben lang anhält - und sogar am Day after, wenn du irgendwann mal dieser Erde tschüß sagen musst, noch eine unbeschreibliche Steigerung erfährt - findest du nur bei und mit Jesus! Damit das kein Gelaber bleibt, machen wir dir als teensmag-Team dafür ein herausforderndes Angebot! Wir haben uns gefragt: Wie wird unser Alltag mit Jesus wirklich zu einem genialen Abenteuer – zu einem Erlebnis, das mich mehr und langfristiger als alle Dschungelcamps weiterbringt? Und, tatatataaa, Trommelwirbel: Herausgekommen ist ein 12 Wochen Experiment mit dem Titel »2oder3«!
Das Experiment
Jedes Experiment braucht eine gute Vorbereitung. Zuerst einmal brauchst du Mitstreiter. Dieses Experiment kannst du nämlich nicht allein bewältigen. Wie beim Streetball oder bei der Tour de France brauchst du ein Team und einen guten Coach. Jesus hat mal gesagt: »Wo zwei oder drei versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!« (Matthäus 18, 20). Christen sind keine Einzelkämpfer. Als Jesusfreak und Jesusnachfolger brauchst du Verbündete – gute Freunde, die mit dir auf dem Jesus-Weg sind. Freunde, mit denen du Erfolge feiern und Niederlagen gemeinsam tragen kannst. Freunde, denen du das Recht einräumst, dich auf eine positive Weise zu korrigieren, und die auch unbequeme Dinge bei dir ansprechen dürfen! Dieses alte Jesus-Prinzip zieht sich durch die ganze Bibel. Als Miniteam hat Jesus deshalb seine Jünger meistens zu zweit losgeschickt (Lukas 10, Markus 6, 7-13). Die Maxi-Teamvariante ist dann im Neuen Testament die Gemeinde oder auch Kirche genannt – Gottes Erfolgsmodell über die Jahrtausende! Warum? Für die Mathefans kann man den Effekt auf die Formel bringen: »Multiplikation statt Addition!« Konkret heißt das: Als Team addieren sich nicht nur unsere Gaben, Kraft, Möglichkeiten etc. – sondern sie multiplizieren und potenzieren sich! Wir haben ein Vielfaches an Außenwirkung, Durchhaltevermögen, Power und Möglichkeiten, weil wir uns gegenseitig ermutigen, korrigieren, unterstützen, ergänzen, inspirieren ... Die geistlichen Erfahrungen meiner Freunde werden plötzlich auch zu meinen Erfahrungen. Große Visionen und Aufgaben, die für einzelne nie zu bewältigen gewesen wären, werden plötzlich gemeinsam realisierbar!
Du kannst dabei sein
Erster Schritt Der erste Schritt lautet also: Suche dir ein oder zwei Leute, die auch ganze Sache mit Jesus machen oder machen wollen und denen du vertraust. Und dann schaut euch gemeinsam nach einer Person um, die schon etwas länger Christ und bereit ist, euch in diesen 12 Wochen zu unterstützen. (Wir nennen diese Person ab jetzt einfach mal »Coach«). Dann macht ein Foto von euch (mit oder ohne Coach) und schickt es möglichst bis zum 31.12.2004 an unsere Adresse. Schreibt eure Namen und Adressen dazu, gebt eine E-Mail von euch an und sagt uns, wie euer Coach heißt. Und nach Ablauf der Aktion schickt ihr uns eine E-Mail oder Postkarte, dass ihr dran geblieben seid.
Start Anfang 2005 geht’s dann los: Jede Woche steht unter einem anderen herausfordernden Motto. Kreative Tipps und reichlich Material bekommt ihr von uns in den nächsten teensmag-Ausgaben. Gemeinsam als Team werdet ihr zusammen abgefahrene Dinge unternehmen, die Bibel ganz neu entdecken, feststellen, dass Gebet alles andere als langweilig ist und einander besser kennen lernen, als ihr es euch bis jetzt vorstellen könnt! Zusätzlich trefft ihr euch zwei- bis dreimal mit eurem Coach und quatscht über die Erfahrungen, die ihr seit dem letzten Coach-Treffen gemacht habt.
Voraussetzungen Offenheit für Neues, absolute Ehrlichkeit und Verschwiegenheit untereinander in deinem Team, die Bereitschaft dich verbindlich auf dieses Experiment einzulassen und die Sehnsucht nach mehr – mehr Jesus, mehr Tiefgang und mehr Bleibendes. That’s all! Ziel Das Experiment dauert insgesamt 12 Wochen. Alle Zweier- oder Dreierteams, die die komplette Zeit bis Ostern durchhalten, haben die Chance auf coole Preise, dürfen ermäßigt zum teensmag-Geburtstags-Camp 2005 kommen und zieren in einer späteren Ausgabe mit ihrem Foto gemeinsam mit den anderen Helden ein teensmag-Poster! Der eigentlich Gewinn ist jedoch eine Erfahrung, die du dir nicht kaufen kannst! Geistliche Erlebnisse, die dein Leben, deine Persönlichkeit und deinen Glauben prägen werden. Und die euch als Team zusammenschweißen.
Deine vielleicht spannendste Herausforderung kann beginnen! Enter the next level – NOW!
Text | Andreas Frick, alias Frixe, 33 Jahre, Grafiker und Jugendarbeiter in D-Marburg
Diesen Motivationstext kannst du hier als PDF ansehen (A3, 177 kb).
Zwei Miniteams, die es wagen
Zweierschaft, Jesusteams, Gebetszellen, Minigruppen - das Kind hat viele Namen. Gemeint ist: Zwei oder drei Leute tun sich zusammen, vereinbaren persönlich und ehrlich über ihr Leben und ihren Glauben zu sprechen, zusammen zu beten und von Gott zu lernen. Manche lesen auch gemeinsam in der Bibel, andere üben ihre geistlichen Begabungen ein oder engagieren sich auch praktisch zusammen. Das alles immer, weil Jesus gesagt hat: »Wo zwei oder drei sich in meinem Namen treffen, da bin ich mitten dabei.« Anja Schäfer hat sich mit zwei Miniteams unterhalten, die das Experiment wagen.
»Geistlich passiert wahnsinnig viel«
Rebekka, 18, hat eine neue Zweierschaft begonnen, um einer jüngeren Freundin zu zeigen, wie es geht ...

Rebekka und Tina
Deine erste Zweierschaft hast du mit einer gleichaltrigen Freundin gehabt? Ja. Tina hat mich gefragt, obwohl wir eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun hatten. Aber dann haben wir uns gesagt, ist doch egal, mit wem du betest. Mit meiner besten Freundin bete ich sowieso immer, warum soll ich dann mit ihr eine Zweierschaft machen?
Ihr habt euch fast jede Woche getroffen, wie lief das so ab? Meist haben wir am Anfang gebetet und darüber geredet, was grade so los ist. Dann haben wir uns irgendwann aufgerafft und gesagt 'Jetzt müssen wir mal loslegen'. Es war cool, weil jedes Mal anders war. Was wir gelernt haben war, das zu machen, wozu wir Lust hatten. Zwar diszipliniert zu sein und auch Bibeleinheiten zu machen. Aber manchmal haben wir auch gesagt, es ist so schönes Wetter, lass uns spazieren gehen. Und dann sind wir rausgegangen und haben da gebetet oder Lobpreis gemacht. Oder wir hatten einfach nur eine Gebetszeit und haben alles, was uns einfiel gebetet. Oder wir haben gesagt, ich muss mit dir mal drüber reden, wie siehst du das, was kannst du dazu sagen, was darüber in der Bibel steht. Also eine hat ihre Meinung gesagt und die andere sozusagen gelehrt. Oder wir haben einen Tag nur gequatscht über das, was uns beschäftigt und wir haben nur zwei Gebete gesprochen, am Anfang und am Ende und mehr war eigentlich nicht, aber an dem Tag brauchten wir das einfach. Dann haben wir uns vorgenommen, beim nächsten Mal machen wir dann eben eine Gebetszeit, damit unsere Zweierschaft nicht nur so ein Kuschelclub ist. Und wir hatten auch Zeiten, wo wir nur auf Gott gehört haben.
Gab es auch Tage, die nicht so toll waren? Ja, wir hatten Tage, wo es total blöd war, weil am Ende gar nichts rausgekommen ist. Die waren aber ziemlich selten, fand ich. Oft haben wir super viel erlebt. Wir hatten so ein Buch, in das wir unsere Anliegen geschrieben haben. Beim nächsten Mal sind wir die wieder durchgegangen und es hat sich jedes Mal mindestens eins erfüllt, das war supercool. Wir haben auch für total viele Leute gebetet, besonders für eine Klassenkameradin. Und sie kam eines morgens und sagte: »Ich habe heute Morgen in der Bibel gelesen und ich hab da was nicht verstanden«. Und ich saß da nur und dachte: Was geht jetzt ab?! Sie wusste, dass ich Christ war, aber mehr nicht, wir hatten vorher nie darüber geredet. Das war total cool.
Und warum habt ihr eure Zweierschaft dann beendet? Am Ende haben wir gemerkt, dass wir uns so weitergebracht hatten, wie wir uns weiterbringen konnten und dann kam gar nichts mehr. Das lag nicht daran, dass wir keine Lust mehr hatten, aber wir merkten, dass das der Zeitpunkt war uns zu trennen.
Du hast dann eine Zweierschaft mit Janina angefangen, die vier Jahre jünger ist. Wie kam das? Ich habe mir gesagt, wenn ich einer Jüngeren zeige, wie Zweierschaft funktionieren kann, dann dauert das eine Zeit, aber wenn sie es verstanden hat, dann können wir auch zusammen wachsen und sie kann mir auch ganz viel beibringen. Die meisten, denen ich das erzählt habe, die haben gesagt, das läuft doch gar nicht mit einer Jüngeren, da bist du dann die Seelsorgerin.
Hat sich das bewahrheitet? Das erste Mal war sehr schwierig, weil ich als Ältere die ganze Zeit leiten musste und fand das mühsam. Ich dachte, vielleicht haben die anderen Recht und hab noch mal dafür gebetet. Und dann hab ich gesagt, ich mach das jetzt erst mal und als wir uns das nächste Mal getroffen haben, war es so cool. Sie hat es einmal gesehen, ich hatte ihr alles von meiner ersten Zweierschaft erzählt und dann hat sie Vorschläge gemacht. Wir haben zusammen den Titusbrief gelesen, weil der sie gerade interessiert hat. Nach jedem Abschnitt haben wir besprochen, was drin stand und ich hab richtig gesehen, dass sie total viel zu sagen und gute Fragen hat. Wir haben uns jetzt vier oder fünf Mal getroffen und das erste Mal kommt mir schon total lang her vor. Man ist zwei oder drei Stunden zusammen und eigentlich macht man nichts besonderes, aber geistlich passiert wahnsinnig viel.
»Offenheit gehört sowieso immer dazu«
Roman, 18, und Tobi, 18, sind nach Startschwierigkeiten inzwischen glücklich in ihrer Dreierschaft mit ihrem Freund Jochen ...

Roman, Tobi und Jochen
teensmag: Wie kommt es, dass ihr zu dritt seid? Roman: Ich habe mit Jochen ein dreiviertel Jahr eine Zweierschaft gehabt, aber wir haben uns gut mit Tobi verstanden. Wir waren schon ziemlich eingeschworen, aber wir wollten auch was Neues erleben. Ich konnte mir das zuerst nicht so gut vorstellen mit dem Tobi. Ich mag ihn voll gerne, aber er war anders als wir. Tobi: Die erste Zeit hat es gut geklappt, dann gab es mit dem Roman ein paar Meinungsverschiedenheiten, aber die haben wir dann geklärt ... Roman: ... ja, und jetzt läuft das sehr gut. Jetzt machen wir seit einem dreiviertel Jahr zu dritt.
teensmag: Sind Zweierschaft und Dreierschaft ein großer Unterschied? Roman: Ja, würde ich schon sagen. Es gibt einen, der schlichten kann - und es wird noch kreativer.
teensmag: Redet man genauso offen? Roman: Ein Gesetz ist ja sowieso, dass man offen ist. Tobi: Die Fragen, die man sich stellt sind ja auch die gleichen.
teensmag: Ihr stellt euch gegenseitig feste Fragen? Tobi: Ja. Fragen zur Verbindlichkeit, zum Beispiel »Warst du diese Woche nett zu deinen Mitmenschen?« oder »Warst du ehrlich?« Roman: ... oder »Hast du jemandem von Jesus weitererzählt?« Tobi: Das erste Mal habe ich die Fragen ganz positiv beantwortet ... Roman: (lacht) Da waren wir ganz geschockt, dass Tobi so ein Engel war! Tobi: ... aber in der nächsten Woche habe ich da genauer drauf geachtet und hab erst gemerkt, was ich so falsch mache und woran ich arbeiten kann.
teensmag: Und was passiert dann mit den Fragen? Roman: Die Fragen, die man auffallend oft und deutlich verhaut, packt man dann an - womit auch immer. Zum Beispiel die Beziehung zu den Eltern zu klären und dafür zu beten.
teensmag: Woher habt ihr die Fragen? Tobi: Aus einem Buch - aber wir variieren die auch. Wenn man mit einer Frage gar nichts anfangen kann, dann nimmt man sie raus. Roman: Zum Beispiel wenn es um den Zehnten geht, darum, nicht alles Geld für sich selber zu behalten - wenn man das einmal geregelt hat, dann erübrigt sich ja die Frage.
teensmag: Und wie laufen eure Treffen praktisch ab? Tobi: Wir treffen uns bei einem von uns zu Hause und dann machen wir erst mal Small Talk. Da würde ich jedem empfehlen, sich eine feste Zeit zu setzen, sonst artet das voll aus. Roman: Das war eine Zeitlang ziemlich schwierig bei uns. Tobi: Genau. Dann beten wir, dann kommen die zehn Fragen und dann fangen wir an für Leute ganz speziell zu beten oder für persönliche Anliegen. Roman: Wir schreiben unsere Gebetsanliegen auf und haken die dann ab, wenn die sich erfüllt haben. Tobi: Nach dem Gebet machen wir meist eine Dankrunde. Wir gucken, wofür wir gebetet haben und was in Erfüllung gegangen ist und tauschen uns darüber aus und danken dafür. Am Anfang ist uns das deutlich geworden... Roman: ... dass wir immer nur wollen, aber nicht geben. Tobi: Ja und dass wir nicht in dem Ausmaß, wie wir bitten auch danken. Roman: Der Ablauf verändert sich auch dadurch, dass wir uns mit anderen Zweierschaften ausgetauscht haben, uns sind andere Sachen wichtig geworden. Nach dem Danken haben wir noch eine Zeit, in der wir experimentieren, das heißt beten und hören. Am Anfang waren wir ganz aufgeregt, haben uns hingesetzt, den Herrn gefragt, ob er nicht kommen möchte und uns etwas sagen möchte, dass wir gerne etwas hören möchten. Und manchmal sagt er was - und manchmal auch nicht.
teensmag: Was sagt er dann zum Beispiel? Roman: Eine Zeitlang hat er viel Trost gegeben. Tobi: Oder er sagt, was wir tun oder ändern sollten. Roman: Einmal hatten wir auch eine Aufgabe. Wir prüfen das alles immer ziemlich genau. Tobi: Man kann sich nie wirklich hundertprozentig sicher sein, ob das von uns selbst oder ob das von Gott kommt. Aber wenn das so ganz alltäglich ist, also zum Beispiel 'Ich hab den Eindruck, dass Gott dich lieb hat', dann würde ich das auch einfach sagen. Und sonst prüfen wir das ziemlich.
teensmag: Warum sollte man eine Zweierschaft haben? Roman: Einfach um voran zu kommen. Tobi: Es ist halt eine viel intensivere Beziehung als im Jugendkreis oder im Gottesdienst. Roman: Es gibt eine Definition, die ich ganz gut fand: Das sind zwei Kranke, die sich gemeinsam zum Arzt helfen.
Geredet und geknipst | Anja Schäfer betet mit ihrem Mann David und viel zu selten mit ihrer Freundin Vanessa.
Hier gibt's die Druckansicht der beiden Statements (A3, PDF, 299 kb).
Go! Was du vor dem Start wissen musst
Hier sagen wir euch, wie das Experiment funktioniert.
Jede Woche steht unter einem anderen Thema, in der ersten Woche geht es beispielsweise darum, euch besser kennen zu lernen. Für jede Woche findet ihr drei Schritte: Kapieren, Ausprobieren, Vertiefen.
Kapieren Da geht es um das »Was« und »Warum«: Mit Bibelabschnitten begebt ihr euch auf eine geistliche Entdeckungsreise. Die Bibel ist voll von praktischen und alltagstauglichen »Do it yourself-Tipps«. Einige dieser herausfordernden Tipps haben wir für euch herausgesucht. Ganz konkret geht es hier also um die Frage: Zu was fordert uns Jesus auf - und warum macht es Sinn, sich auf dieses Experiment einzulassen? Lest diesen Abschnitt bei eurem Treffen gemeinsam. Ausprobieren Hier wird es richtig praktisch. In jeder Woche geben wir euch einige Ideen mit, wie ihr gemeinsam Erfahrungen machen könnt. Wir gehen davon aus, dass ihr euch mindestens einmal pro Woche gemeinsam trefft. Wie genau ihr diese Zeit gestalten wollt und welche Idee ihr für euch auswählt und ausprobiert, bleibt euch überlassen. Es macht Sinn, den Abschnitt schon vor eurem Treffen zu lesen, manchmal müsst ihr etwas mitbringen oder vorbereiten.
Vertiefen Außerdem gibt es noch ein paar Ideen, wie ihr dieses Thema für euch persönlich noch weiter vertiefen könnt – quasi als Bonuspack für Leute, die mehr wollen.
Verbindlichkeit
Noch ein paar Sätze zum Thema »Verbindlichkeit«. Dieses Experiment ist ausschließlich für euch persönlich gedacht! Es soll dazu beitragen, dass du ganz neue spannende Erfahrungen mit dir, mit anderen und mit Jesus machen kannst und dadurch in deiner Persönlichkeit und in deinem Glauben weiterkommst. Am meisten habt ihr als 2oder3-Team davon, wenn ihr euch verbindlich für die kompletten zwölf Wochen auf dieses Experiment einlasst. Das Wichtigste ist, dass ihr 100% ehrlich zueinander seid – und dass ihr euch gegenseitig ermutigt und helft, dranzubleiben. Wie (zeit)intensiv ihr euch in dieses Abenteuer stürzt, könnt ihr als Team selbst entscheiden - tut das, was euch und eurem Glauben gut tut! Here we go! Als gegenseitige »Dranbleiben-Hilfe« könnt ihr das Commitment (siehe Druckansicht) ausfüllen und an euren Badezimmerspiegel oder sonst wo hinkleben.
Das wöchentliche Treffen
Die Idee ist, dass ihr euch einmal pro Woche in eurem 2oder3-Team trefft. Dort begebt ihr euch gemeinsam auf das Abenteuer. Ihr lernt einander kennen, gebt Einblick in euer Leben, erlebt Offenheit, die nötig ist, um sich einander zu ermutigen und herauszufordern. Das Beste ist: Wo zwei oder drei für Jesus zusammen sind, da ist Jesus selbst auch da - verlasst euch drauf! Ihr werdet gemeinsam entscheiden und entwickeln, wie ihr eure Treffen genau gestalten wollt. Schaut euch die Vorschläge, die wir euch zu den Themen für jede Woche geben, vor eurem Treffen an - manchmal gibt es Dinge mitzubringen oder vorzubereiten. Außer diesen Wochenaufgaben könnt ihr ganz verschiedene Elemente verwenden, zum Beispiel diese: - Gemeinsames Gebet am Anfang, bei dem ihr alles ablegt, was bisher war und ihr Gott einladet. - Gebetsrunde am Ende für die Arbeiten, Klausuren, Aufgaben, Begegnungen, die in dieser Woche anstehen - Beantwortet euch gegenseitig die »zehn Fragen für ehrliche Gespräche«. Das ist ganz schön herausfordernd - und erfordert viel Vertrauen unter euch. Aber ihr werdet merken, dass ihr daran von Woche zu Woche wachst, wenn ihr dran bleibt.
| Zehn Fragen für ehrliche Gespräche |
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Hast du in dieser Woche Jesus geehrt, durch das, was du getan und was du gesagt hast?
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Warst du zu den Menschen in deinen engen Beziehungen wertschätzend, verständnisvoll, großzügig?
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Hast du einen Menschen hinter seinem Rücken oder direkt mit Worten verletzt? |
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Schleppst du noch Ärger gegenüber einer Person mit dir rum? |
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Hast du jemandem heimlich Unglück gewünscht um besser zu sein als er? |
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Hast du in der Bibel gelesen? Was hast du gelernt, wo hat Gott geredet? Was machst du damit?
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Bist du persönlichen Abhängigkeiten erlegen? Welchen? |
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Hast du dich im Internet, Fernsehen oder woanders Bildern ausgesetzt, die sexuell stimulieren oder deine Gedanken negativ beeinflussen? Hast du dich selbstbefriedigt?
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Warst du finanziell zuverlässig? Gibst du deinen Zehnten? |
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Hast du diese Fragen ehrlich und nach bestem Gewissen beantwortet? Hast du gelogen? |
- Singt gemeinsam Lieder zu Gott, wenn ihr wollt.
Wichtig: Sprecht gut ab, was ihr erwartet und wie ihr eure Zeit gestalten wollt. Wollt ihr pünktlich nach anderthalb Stunden aufhören oder ist euch ein offenes Ende lieber? Wollt ihr lieber locker starten oder gleich anfangen und die Zeit am Ende zum Quatschen nutzen? Wann wollt ihr die wöchentlichen Themen einbauen - eher am Ende oder am Anfang? Wollt ihr die zehn Fragen und wenn ja, wann? Nicht vergessen: Diese Zeit ist für euch und Gott. Tut das, woran ihr am meisten wachst. Seid geduldig, freundlich und fröhlich miteinander.
Das Treffen mit dem Mentor
Ein Prinzip in der Bibel lautet: Gib weiter, was du weißt, so dass der Nächste es wieder weitergeben kann. Lies mal 2. Timotheus 2, 2 - ein Vers, den man sich aufschreiben und an den Spiegel kleben sollte, weil das der entscheidende Punkt ist, wie andere zu Jüngern werden. Andersrum bedeutet es, dass wir von Leuten lernen, die einen Schritt weiter sind als wir. Und zwar so, dass wir es jetzt oder später wieder selbst an andere weitergeben können. Darum trefft euch zwei- oder dreimal in den zwölf Wochen mit eurem Coach. Dort könnt ihr ihm Fragen stellen, die in euren Treffen aufgekommen sind. Aber auch euer Coach kann euch einige Fragen stellen: - Was war das Wichtigste, das ihr bisher gelernt habt? Wo habt ihr Glaubensprünge gemacht? - Wart ihr offen in eurem 2oder3-Team? Woran hat sich das gezeigt? - Wart ihr treu in euren Treffen? Geht mit eurem Coach gemeinsam die zehn Fragen durch. Versprecht eurem Coach, dass ihr auch für ihn oder sie betet (und tut es ...).
Ein Satz an euren Mentor:
Lieber Mentor oder liebe Mentorin! Danke, dass du das 2oder3-Team in diesem spannenden Training unterstützt. Du kennst das Team sicher ein bisschen - das hilft um zu wissen, welche Fragen zusätzlich gut sind, damit es im Glauben wachsen kann. Es wird hilfreich für dich sein, wenn du dir das wöchentliche 2oder3-Material vor euren zwei oder drei gemeinsamen Treffen anschaust. Sei du selbst und lass dich von Gott gebrauchen!
Redaktion teensmag, »2oder3«, Postfach 40 65, D-58426 Witten oder Postfach 384, CH-8330 Pfäffikon ZH
Hier gibt's die Druckansicht (A3, PDF, 261 kb) dieser Anleitung.
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