close

Leuchtende Augen am Schreibtisch

Porträt Dr. Ulrich Wendel | Chefredaktor Faszination Bibel

Ich sitze als frischgebackener Redaktor an meinem Schreibtisch und lese Artikel. Einen nach dem anderen. Sie sind von Theologen, die etwas in ihrer Bibel entdeckt haben, das sie staunen liess. Aber auch Berichte von völlig normalen Christen sind dabei, die ihre Bibelerfahrung teilen. Ich bin berührt: Was für Kostbarkeiten! Frauen und Männer erzählen, wie die Bibel sie durch harte Zeiten getragen hat. Aber auch, wie steile Bibelverse zur zusätzlichen, schier unerträglichen Last wurden. Solche unfrisierten Berichte tun gut. Fachleute entführen mich nach Galiläa und lassen mir Lichter aufgehen: So habe ich diesen Bibeltext noch nie gesehen! Meine Augen fangen an zu leuchten ... •– mehr

Top Panel
Drucken E-Mail
Beitragsseiten
2oder3 | teensmag-Mitmachprojekt | Das Material
Woche 1 | Einander besser kennen lernen
Woche 2 | Jesus besser kennen lernen
Woche 3 | Kreative Bibelleseaktion I
Woche 4 | Kreative Bibelleseaktion II
Woche 5 | Kreative Gebetsaktion
Woche 6 | Einander Schuld bekennen
Woche 7 | Kreativ etwas für Jesus tun
Woche 8 | Segnungsaktion
Woche 9 | Missionarisch leben
Woche 10 | Erinnern und weitersagen
Woche 11 | Kreative Bibelleseaktion III
Woche 12 | feiern!
Alle Seiten

2oder3 | Das Material | Alles für die 12 Wochen

Zu zweit geht alles besser - oder zu dritt. Weil das auch für den Jesus-Lifestyle geht, darum starten wir hiermit das teensmag-Experiment 2oder3.

Schnapp dir ein oder zwei Freunde, vereinbart euch wöchentlich zu treffen, offen zu sein und in eurem Glauben zu wachsen und sucht euch einen älteren Coach! Hier gibt's das Material für das 12-Wochen-Experiment.

· Druckansicht des Materials für die Wochen 1-8 (A3, PDF, 256 kb)
· Druckansicht des Materials für die Wochen 9-12 (A4, PDF, 415 kb)


2oder3 | Woche 1

Einander besser kennen lernen


Kapieren

Jesus-Nachfolger sind nie Einzelkämpfer, sondern Leute, die sich gegenseitig unterstützen, helfen, ermutigen, tragen und korrigieren. Die Bibel bezeichnet uns als »Kinder Gottes« – und das bedeutet auch, dass wir Geschwister sind! Deshalb ist in der Bibel auch ständig von Brüdern die Rede - und logischerweise sind auch die Schwestern gemeint. Klar, manchmal gibt’s auch Knatsch. Aber eigentlich halten Geschwister zusammen – und kennen sich total gut.
In der ersten Woche geht es genau darum: Ihr sollt euch (noch) besser kennen lernen. Auch eure nicht ganz so ansehnlichen Seiten hinter eurer netten Fassade. Und ihr könnt lernen, als echte Geschwister zu leben und zueinander zu stehen.
Hört mal, was in Gottes Betriebsanleitung fürs Leben – der Bibel – zu diesem Thema drin steht: Einer trage des anderen Last! Lest Galater 5, 25-6, 4. Lasst einander gelten! Lest Römer 15, 4-7.


Ausprobieren

Kennenlernen braucht Zeit, Vertrauen und Nähe.

Was haltet ihr von folgender Idee: Verabredet, dass euer erster Abend als 2oder3-Team ein Freundschaftsabend wird. Vielleicht könnt ihr euren Raum ganz gemütlich gestalten und am Anfang zusammen was Leckeres essen.
Bringt jeder zehn Fotos und/oder Gegenstände mit, die euch total viel bedeuten. Und dann erzählt euch eure Geschichte und der andere darf nachfragen. Ihr könnt einfach einen Wecker stellen und nach einer bestimmten Zeit (zum Beispiel 45 Minuten) ist die nächste Person dran.
Versprecht euch gegenseitig, dass das Erzählte nur unter euch bleibt und seid total ehrlich. Damit eure Lebensgeschichten Tiefgang bekommen und ihr euch dadurch wirklich besser kennen lernt, ist es hilfreich, dass ihr euch schon im Vorfeld ein paar Stichpunkte aufschreibt, was ihr den anderen erzählen wollt. Außerdem können euch auch die untenstehenden Fragen helfen, schnell auf eine sehr persönliche Ebene zu kommen.
Als besonderen (ziemlich intimen) Abschluss des Abends, könnt ihr euch symbolisch in Anlehnung an Johannes 13 die Füße waschen, um dadurch eure Freundschaft und hingebende Liebe auszudrücken. Zum Schluss könnt ihr noch füreinander beten und euch gegenseitig den Segen Gottes zusprechen. Probiert’s aus! Ihr könnt nichts falsch machen und ihr werdet es nicht bereuen.

Alternatividee: Schreibt euch gegenseitig im Lauf der Woche einen ausführlichen Brief und lest ihn dann einander vor. In diesem Brief könnt ihr beschreiben, was der/die jeweils andere euch bedeuten, wo ihr durch ihn/sie weitergekommen seid und wie eure Freundschaft dein Leben bereichert.
Oder ihr sucht euch aus den Fragen abwechselnd eine aus, die ihr dem anderen stellt und in gemütlicher Atmosphäre möglichst ausführlich beantwortet.


Fragen

- Was sind deine größten Stärken und Schwächen?
- Was willst du später anders machen als deine Eltern?
- Wer hat dich am meisten geprägt? Warum?
- Was war die schwierigste Situation/Zeit deines bisherigen Lebens?
- Was waren Tabuthemen, über die du nie mit deinen Eltern reden konntest?
- Wer oder was hat dich bis jetzt am meisten enttäuscht?
- Eine Million geschenkt – was würdest du damit machen?
- Was sind für dich die wichtigsten Charaktereigenschaften, die jemand haben sollte? Warum?
- Wie verstehst du dich mit deinen Eltern/Geschwistern? Was bedeutet dir deine Verwandtschaft?
- Was war bis jetzt dein größter Fehler?
- Wie sollte dein Traumpartner aussehen und sein?
- Was ist dein größter Traum?
- Was war dein größtes Abenteuer, die größte Herausforderung und Überwindung in deinem Leben?
- Vor was hast du Angst?
- Warum bist du Christ? Wie kam’s dazu?
- Was bedeutet dir Jesus?
- Wie findest du deine Kirche? Was würdest du ändern, wenn du der Pastor/die Pastorin wärst.
- Welche Partei wählst du oder würdest du wählen? Warum?
- Wo fühlst du dich manchmal einsam? Wo total geborgen? Warum?
- Wie triffst du schwierige Entscheidungen?


Vertiefen

In der griechischen Sprache zur Zeit des Neuen Testaments (NT) gab es drei unterschiedliche Wörter und Bedeutungen, wenn von »der Liebe« die Rede ist:

- »Eros« // die leidenschaftliche, sexuelle Liebe zwischen zwei Menschen – kommt allerdings im NT nicht vor
- »Philia« // die zuneigungsvolle Liebe z.B. zwischen Eltern und Kindern oder Freunden
- »Agapae« // die göttliche Liebe zu uns Menschen und die daraus resultierende Liebe unter geistlichen Geschwistern.
Ich lade dich ein, einmal deine Freundschaften für dich persönlich auf diese »Agapae« hin zu überprüfen. Lies die Bibelabschnitte, in denen für Liebe immer »Agapae« steht: 1. Johannes 4, 7-21; Römer 12, 9-21 und 1. Korinther 1, 1-13 und notiere dir, in welchen Bereichen du noch Nachholbedarf hast und wo es schon ganz gut aussieht.


2oder3 | Woche 2

Jesus besser kennen lernen


Kapieren

Jesus-Nachfolger laufen nicht irgendeinem ominösen unbekannten Guru hinterher. Im Unterschied zu beinahe allen anderen Religionen glauben wir Christen an einen Gott, der auf uns zukam und zukommt – mitten in unser Leben hinein! Ein Gott, der sich uns bekannt gemacht hat. Als Gott und trotzdem gleichzeitig als Mensch mit Haut und Haaren, mit Gefühlen, Ängsten, Freuden, mit realen Bedürfnissen und der Sehnsucht nach Freunden: Jesus Christus. In Jesus können wir Gott begegnen und sehen, wie Gott ist. In Jesus hat sich Gott uns Menschen offenbart. Deshalb ist es total wichtig, dass wir Jesus immer besser kennen lernen!

Wie geht das? Als Jesus vor ca. 2.000 Jahren über die Erde spaziert ist, kamen auch immer wieder Leute auf ihn zu, die ihn gefragt haben: »Wer bist du Jesus? Ich möchte dich gerne kennen lernen.« Und Jesus ging damals – genauso wie heute – gerne auf diesen Wunsch ein. Seine einfache und doch alles verändernde Antwort lautete: »Komm und sieh!«
Lest Johannes 1, 39.
Das erlebten nicht nur die ersten Jünger und Jüngerinnen. Die gleiche Antwort gilt auch dir: Jesus ist schon mitten drin in deinem Leben! Aber Jesus drängt sich nicht auf, deshalb braucht man manchmal etwas Übung, um ihn in unserem vollgestopften Alltag nicht zu übersehen.
In Johannes 1, 16 steht: »Aus seinem Reichtum hat er uns beschenkt, uns alle mit grenzenloser Güte überschüttet«. In dieser Woche wollen wir versuchen, Jesus in unserm persönlichen Alltag zu entdecken. Er ist manchmal überraschend anders und lässt sich nicht in unsere Denk-Schubladen drücken. Aber wenn wir nach seinen Spuren in unserem Leben suchen, werden wir ihn ganz neu und noch viel besser kennen lernen!


Ausprobieren

Die Idee für diese Woche lautet, dass jeder ein persönliches Tagebuch führt, in dem ihr aufschreibt, wo Jesus dir begegnet ist: in großen und kleinen Situationen, in anderen Menschen, in der Bibel, in Gedanken und Gefühlen oder in seiner Schöpfung.
Um Jesus zu entdecken, müssen wir unsere Sinne schärfen und uns immer wieder an ihn erinnern. Hilfreich ist zum Beispiel ein Kieselstein mit einem eingeritzten Kreuz in die Hosentasche oder im Schulmäppchen oder ein Klebepunkt auf der Armbanduhr. Jedes Mal, wenn ihr dieses Kreuz seht, könnt ihr im Herzen ein kurzes Gebet sprechen: »Jesus, ich möchte dich in meinem Leben entdecken. Sehen, was du in mir tust, spüren, dass du in mir lebst. Du hast versprochen: Wer dich sucht, der wird dich finden! Darauf vertraue ich! Amen.«
Gegen Ende der Woche könnt ihr euch dann treffen und euch gegenseitig erzählen, wo ihr Jesus in eurem Leben entdeckt habt und wie ihr ihn dadurch besser kennen gelernt habt. Und ich verspreche euch: Ihr werdet positiv überrascht sein!


Vertiefen

Wenn du dir in dieser Woche noch etwas mehr Zeit nehmen möchtest, um Jesus besser kennen zu lernen, kannst du mal deine Gedanken zu folgenden zwei Fragen aufschreiben: Was bedeutet mir Jesus? // Was habe ich schon mit Jesus erlebt?

Und du kannst in Biografien nachlesen, welche Erfahrungen andere mit Jesus gemacht haben: Zum Beispiel »Die wahren Jesus Freaks« (Verlag Schulte & Gerth) oder »Der Auftrag« von Bruder Andrew (hänssler Verlag).


2oder3 | Woche 3

Kreative Bibelleseaktion I


Kapieren

Die Bibel ist Gottes Liebesbrief an uns Menschen! Natürlich ist die Bibel nicht vom Himmel gefallen, sondern stinknormale Menschen, die mit Gott Erfahrungen gemacht haben, haben über viele Jahrhunderte diese Jesus-Storys aufgeschrieben. Trotzdem ist das, was jetzt in unserer Bibel steht, kein Zufall. Gott hatte seine Hände im Spiel - lest mal nach in 2. Timotheus 3, 16.

Wenn wir im Glauben wachsen wollen, ist es deshalb total wichtig zu wissen, was in Gottes Wort steht: was Gott so wichtig ist, dass er persönlich durch seinen Heiligen Geist dafür gesorgt hat, dass Menschen es aufgeschrieben haben und wir viele Hunderte Jahre (!) später immer noch diese göttlichen Gedanken lesen können.
Darum: »Lasst das Wort Gottes reichlich unter euch wohnen!« - so lautet Paulus' Aufforderung im schönen Lutherdeutsch, lest mal selbst in Kolosser 3, 16.


Ausprobieren

Lest in dieser Woche (jeder für sich und trotzdem gemeinsam) die fünf Kapitel des Jakobus-Briefes – jeden Tag ein Kapitel. Überlegt euch jeden Tag, welcher Vers oder welche Aussage euch am meisten ermutigt, tröstet, erfreut, herausfordert oder überrascht. Bastelt euch eine Art Schatzkiste und legt jeden Tag einen Gegenstand, der diesen Vers symbolisiert oder einfach eine kleine Karte mit diesem Vers in diese Kiste. Bringt sie zu eurem gemeinsamen Treffen mit und erklärt euch gegenseitig euren Schatz.


Alternatividee: Schreibt diese Verse gemeinsam auf Steine und baut daraus einen Altar. Auch die Israeliten haben im Alten Testament der Bibel immer wieder solche Dank- und Erinnerungsaltäre gebaut, um nicht zu vergessen, was Gott ihnen Gutes getan hat.


Vertiefen

Für die engagierten Schatzsucher noch eine besondere Aufgabe: Versucht mal, möglichst viele Hintergründe zum Jakobusbrief herauszubekommen: Wer war dieser Jakobus? // Wann und an wen hat er diesen Brief geschrieben? // Was war sein Hauptanliegen? Was ist die Kernaussage dieses Briefes?

Ihr könnt dabei im Internet, in der Bücherei/Bibliothek oder im Bibellexikon recherchieren oder ihr interviewt einfach mal euren Pastor oder andere schlaue Leute in eurer Gemeinde. Hilfreich sind auch die beiden kleinen »Bibel basics«-Bände von Jonathan Brant (Oncken-Verlag).

Wenn ihr euch bisher noch nicht mit eurem Coach getroffen habt, dann ist es jetzt Zeit, einen Termin mit ihm oder ihr zu verabreden!


2oder3 | Woche 4

Kreative Bibelleseaktion II


Kapieren

So ähnlich wie ein Kochbuch oder Lexikon kann man auch die Bibel nicht zu Ende lesen! Klar, man kann auch die Bibel mit etwas Disziplin und Geduld von vorne bis hinten durchlesen, aber man ist danach nicht fertig. Als Jesus-Nachfolger behält dieses Buch der Bücher unser ganzes Leben lang seine Bedeutung. Die Bibel ist nämlich ein »lebendiges Buch« und immer wieder neu entschlüsselt uns der Heilige Geist ganz individuell neue Geheimnisse – Aussagen, die mitten in unser Herz und unsere persönliche Lebenssituation treffen.

Die Bibel zu lesen kann man mit dem Trinken vergleichen: Wir können noch so viele Liter in uns reinkippen – wir werden trotzdem immer wieder durstig werden. Und falls wir dann über längere Zeit keinen Nachschub bekommen, um unsren Durst zu löschen, werden wir verdursten. Genauso vertrocknen wir geistlich über kurz oder lang, wenn wir nicht mehr in der Bibel lesen. Unser Christsein und unsere Beziehung zu Jesus wird fad und staubig werden und unser Glaube verliert seine lebendige, lebensverändernde Kraft.
Jesus selbst hat immer wieder diesen Durst-Vergleich benutzt. Er selbst ist das »lebendige Wasser«. Er ist die Tankstelle für allen Lebensdurst. Und ihm kann man insbesondere auch in der Bibel begegnen.
Lest Johannes 4, 10; 13; 14 // Johannes 7, 37-39 // Johannes 6, 68-69


Ausprobieren

Diese Woche machen wir ein Trink-Experiment: Mache dir eine vergrößerte Kopie von Psalm 119 mit allen 176 Versen und hänge ihn an deinen Kühlschrank.

Jedes Mal, wenn du in dieser Woche etwas trinkst, schneidest du einen Vers dieses Psalms ab, liest ihn aufmerksam durch und klebst ihn auf eine Fläche: deinen Spiegel, eine Schranktür oder deine Pinwand. Mal schauen, ob die 176 Verse für eine Woche ausreichen ...!
Bei eurem gemeinsamen Treffen nominiert ihr eure Top 10-Lieblingsverse und dankt Jesus dafür, dass er euer »lebendige Wasser« sein möchte und allen Durst – nach Leben, nach Liebe, nach Anerkennung, nach Wert und Sinn – wirklich stillen kann.


Vertiefen

Hier kommt noch die besondere Herausforderung: Versucht diesen Psalm 119 so weit wie möglich auswendig zu lernen. An einem vorher vereinbarten Termin sagt ihr euch dann gegenseitig das Gelernte auf und der- bzw. diejenige in eurem Team, der/die am meisten Verse im Gedächtnis hat, wird von den anderen zu so viel Cola eingeladen, wie er trinken kann.


2oder3 | Woche 5

Kreative Gebetsaktion


Kapieren

Inzwischen habt ihr einiges über euch erfahren - egal, wie gut ihr euch schon vorher kanntet. Ihr habt persönliche Gedanken ausgetauscht und Erlebnisse geteilt. Beziehungen wachsen durch irgendwelche Formen von Gespräch - und sei es der Chat bei einer Internetfreundschaft.

Beten bedeutet mit Gott zu reden. Das ist kein Selbstgespräch, sondern eine Unterhaltung mit dem Gott, der eine Freundschaft zu uns leben will, eine lebendige Beziehung. Der christliche Autor Richard Foster hat gesagt: »Wir werden die Zeit zum Gebet niemals haben - wir müssen sie uns nehmen!«
Mit 2oder3 sind wir mitten in einem Abenteuer, in dem wir uns helfen, im Glauben zu wachsen - darum gehört Gebet unbedingt dazu. Mit anderen zusammen zu beten ist eine sehr persönliche Sache, weil wir die Dinge, die wir Gott hinlegen, auch den anderen mithören lassen. Alles, was wir zu Hause oder in Gedanken Gott hinstammeln, kriegen jetzt andere Ohren mit. Ziel dieser Woche soll sein, dass ihr gemeinsam mit Gott redet und ihm damit näher kommt.


Ausprobieren

Eine echte Herausforderung - vor allem für Morgenmuffel: Trefft euch in dieser Woche jeden Morgen vor der Schule, tauscht eure Gebetsanliegen aus und betet zusammen!
Montag: Betet für das, was in dieser Woche bei euch ansteht. Bittet Gott um offene Augen für Leute, die euch begegnen und denen ihr etwas mitgeben könnt.
Dienstag: Überlegt, wem von euren Freunden oder Lehrern es im Moment nicht so gut geht und betet für sie oder ihn.
Mittwoch: Betet für die Leute, von denen ihr euch wünscht, dass sie Jesus begegnen.
Donnerstag: Betet für eure Eltern, eure Geschwister und Leute aus eurer Familie, die euch wichtig sind.
Freitag: Macht einen Rückblick auf die letzte gemeinsame Zeit, dankt für das, was gut lief und bittet für das, was besser laufen könnte. Lasst euch von Gott zeigen, welche Menschen er in euer Leben geschickt hat, damit ihr ihnen etwas Gutes tut.
Und am Samstag könnt ihr euch Zeit nehmen für einen Menschen, der euch in dieser Woche wichtig geworden ist.

Alternatividee: Falls ihr euch absolut nicht jeden Tag vor der Schule treffen könnt, dann sucht euch andere Möglichkeiten zum täglichen gemeinsamen Beten aus, auch wenn ihr euch nicht seht. Schreibt euch sms, Briefe oder Mails mit euren Gebetsanliegen. Macht einen Zeitpunkt aus, an dem ihr gleichzeitig betet. Betet vor dem Einschlafen füreinander.


Vertiefen

Ihr könnt jeden Tag allein oder bevor ihr gemeinsam betet einen Bibeltext zum Thema lesen: Psalm 23. Jakobus 5, 16. Psalm 50, 15. Matthäus 7, 7-11. Matthäus 6, 9-13.


2oder3 | Woche 6

Einander Schuld bekennen


Kapieren

Sich mit unserer Schuld auseinander zu setzen ist nicht sehr angenehm. Lieber winken wir ab und sagen, dass wir nicht so viele Schuldgefühle haben müssen.
Aber Schuld und Vergebung gehören ganz zentral zu unserem Glauben. Und wer sich schon mal mit jemandem versöhnt hat, kennt das befreiende Gefühl, das man hinterher hat. Man könnte wildfremde Menschen küssen.
Schuld haben wir auch vor Gott, weil wir nicht die perfekte Beziehung zu ihm haben. Er hat uns geschaffen und wünscht sich, in unserem Leben im Mittelpunkt zu stehen. Aber da stehen wir lieber selbst. Darum ist unsere Verbindung zu ihm gestört. Und darum tun wir Dinge, die nicht gut für uns selbst oder andere sind.
Damit sammeln wir immer mehr dunkle Punkte in unserem Leben. Weil Gott aber durch und durch Licht ist, kann er nicht mit uns zusammen sein. Obwohl er das gerne will! Um diese Trennung zu überwinden, hat er seinen Sohn Jesus geschickt, der in seinem Leben keinerlei dunkle Punkte gesammelt hat. Er stirbt am Kreuz und übernimmt dort stellvertretend für jeden die Schuld, der ihn darum bittet. (Römer 3, 22-26).
Vor jemand anderem Schuld zu bekennen ist mutig - und kann sehr befreiend sein.
Dafür ist echtes Vertrauen nötig - und was ihr einander erzählt, muss unter euch bleiben.


Ausprobieren

Egal, ob ihr sie sowieso jede Woche durchgeht oder nicht, nehmt euch in diesem Treffen besonders die Liste mit den »Zehn Fragen für ehrliche Gespräche« vor. Sie erinnert euch an verschiedene Bereiche in eurem Leben, wo solche dunklen Punkte liegen können.
Wenn einer seine Schuld bekannt hat, dann bittet er anschließend Gott im Gebet um Verzeihung. Der andere spricht ihm daraufhin laut zu: »Gott liebt dich und er vergibt denen gern, die ihn im Namen von Jesus darum bitten. Deine Sünde ist dir vergeben«.

Alternatividee: Schreibt euch vor eurem Treffen gegenseitig einen ganz persönlichen Brief, in dem ihr euch erzählt, was für Fehler ihr gemacht habt und bittet Gott am Ende um Vergebung. Der andere schickt ihm eine Postkarte zurück oder gibt ihm eine Karte mit dem Zuspruch, dass Gott gern vergibt.
Oder leiht euch die CD »God« von Rebecca St. James, wenn ihr sie nicht selbst besitzt, druckt euch den Text aus und hört euch das Lied »Go and sin no more« an. Was berührt euch daran? Lest den passenden Bibeltext nach in Johannes 8, 1-11.


Vertiefen

Lest Psalm 25 und Psalm 32 und schreibt auf ein DIN-A4 Blatt, welche Gedanken euch dazu kommen.

Glückwunsch - ihr habt den Gipfel bestiegen! Dies war die Halbzeit für unser gemeinsames 2oder3- Abenteuer. Cool, dass ihr dabei seid!


 2oder3 | Woche 7

Kreativ etwas für Jesus tun


Kapieren

Als Jesus auf der Erde umherzog, wurde er bekannt dafür, dass er Menschen Gutes tat. Das hat er für sich selbst als Auftrag gesehen (Lukas 4, 18-21). Er heilte, er sprach mit Menschen, mit denen sonst niemand redete, er gab Leuten zu essen. Wenn wir unser Leben an Jesus abgeben, dann bekommen wir den Heiligen Geist, der uns Jesus immer ähnlicher macht. Liebe zu Menschen und offene Augen für die, die unsere Hilfe brauchen, gehört dazu.

In der dritten Woche habt ihr es im Jakobusbrief gelesen: Glaube ohne Werke ist wie ein Duschvorhang aus Maschendraht - oder so ähnlich ... Lest noch mal nach in Jakobus 1, 19-25. Gutes zu tun ist kein Zwang, sondern wir sollen frei dafür sein: 1. Petrus 2, 11-17, denn die Liebe ist es, die die Taten hervorbringt: 1. Johannes 3, 18.


Ausprobieren

»Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!« (Matthäus 25, 40).

Besucht in dieser Woche gemeinsam ein Altenheim. Plant, wohin ihr gehen wollt und fragt am besten vorher an, welche Zeiten günstig sind und vereinbart euren Besuch mit den Pflegern. Dort könnt ihr auch schon einmal nachfragen, womit ihr den alten Leuten eine Freude machen könnt. Sucht zum Beispiel schöne Kurzgeschichten raus und lest den Menschen dort etwas vor. Oder nehmt euch Zeit für Brettspiele. Wenn ihr musikalisch seid, könnt ihr auch eure Instrumente mitbringen.

Ihr könnt vorher eure Lieblingsbibelverse auf Kärtchen schreiben und sie den alten Leuten als Erinnerung schenken.


Alternatividee: Genauso könnt ihr einen Besuch auf der Kinderstation eines Krankenhauses planen. Oder fragt euren Pastor, ob er eine Familie kennt, die gerade Hilfe braucht, etwa bei einer Renovierung oder einem Umzug.


Vertiefen

- Schenk jeder Person der du begegnest ein Lächeln. Du wirst erstaunt sein, wie viel man durch Lächeln bewirken kann. Die Welt scheint sich jedes Mal ein bisschen aufzuhellen.

- Ist jemand in deiner Familie oder deinem Freundeskreis krank? Dann frag ihn oder sie, ob du dafür beten kannst. Jesus will auch heute noch Menschen gesund machen. Wenn du magst, lege ihm oder ihr einfach die Hand auf die Schulter, und sprich ein kurzes Gebet, in dem du Jesus bittest, dass er heilt. Nicht vergessen, später nachzufragen, ob Jesus etwas verändert hat!

- Buchtipp: »Mehr als Millionen« (Brunnen Verlag) von Steffen Kern über die frühere Millionärin Sabine Ball, die aus den USA nach Dresden zog, um dort für Jugendliche sozial zu wirken.

Wir hoffen, dass ihr mittlerweile ein gutes Treffen mit eurem Mentor hattet - oder sogar schon zwei? Sonst könnte jetzt ein guter Zeitpunkt sein, um das zweite zu vereinbaren.


2oder3 | Woche 8

Segnungsaktion


Kapieren

Gott um Segen zu bitten meint, ihn zu bitten, dass er das Gute im Leben vermehrt.

Auch wir sind zum segnen berufen, lest nach in 1. Petrus 3, 9. Und lest zusammen 1. Mose 12, 1-2. Worin soll sich der Segen zeigen? Lest Sprüche 11, 11 (gut zu merken ...) - was kann unser Segen bewirken? Was ist hier das Gegenteil von Segen?
Segnen meint in der Bibel mehr als nur ein Wunsch, es ist die Zusage, dass Gott tatsächlich wirkt, denn Gott hat versprochen sich zu unserem Segen zu stellen.
Redet darüber, wie ihr selbst Segen sein könnt für andere - und was für wen der größte Segen wäre. Remember: Segen bedeutet, Gott vermehrt das Gute im Leben. Wie kann Gott durch dich das Gute im Leben eines anderen vermehren?


Ausprobieren

- Zeit für eine echte Segnungsaktion! Schickt euch in dieser Woche jeden Tag gegenseitig einen Segen: per sms, per Postkarte, über einen persönlichen Boten ... Ein Segen aus der Bibel lautet: »Der Segen des Herrn sei über dir! Ich segne dich im Namen des Herrn«. Aber ihr seid sicher so kreativ, dass ihr auch eigene Worte für eure täglichen Blessing-Mails findet!

- Oft gibt es am Ende des Gottesdienst einen Segensspruch - als Wunsch und Zusage, dass Gott die einzelnen schützt und beschenkt. Wenn ihr euch trefft, dann ruft euren Pastor an oder jemanden, der für euren Gemeindegottesdienst zuständig ist und fragt, ob ihr am kommenden Sonntag der Gemeinde den Segen zusprechen dürft. Teilt den Text unter euch auf und geht gemeinsam nach vorn. Ein Beispiel ist dieser Segen aus Irland oder ihr könnt im Internet suchen - am schönsten ist es aber, wenn ihr selbst einen schreibt ...:
»Möge die Straße dir entgegeneilen, möge der Wind immer in deinem Rücken sein. Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen und der Regen sanft auf deine Felder fallen. Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich im Frieden seiner Hand.«
- Überlegt euch jeder eine Person, der ihr in dieser Woche anonym eine Freude macht - ein selbstgebackener Muffin auf dem Schultisch, eine nette Karte in der Schultasche oder, oder, oder.
- Am Ende eures Treffens nehmt euch jeder einzeln zehn Minuten und schreibt in dieser Zeit einen Segen für den anderen auf. Am Ende eurer Gebetszeit könnt ihr einander diesen Segen zusprechen.

Alternatividee: Oder sprecht euch einen der hier erwähnten Segen zu.


Vertiefen

Lerne 4. Mose 6, 24-26 auswendig - ein sehr alter Segensvers aus der Bibel.


2oder3 | Woche 9

Missionarisch leben


Kapieren

Bevor Jesus von der Erde ging, hat er seinen Jüngern den entscheidenden Auftrag hinterlassen, dem sie von nun an folgen sollten: Matthäus 28, 19a. Die ganze Apostelgeschichte handelt von nichts anderem, als davon, wie die Jünger diesem Auftrag folgten und die Gute Nachricht von der Versöhnung mit Gott überall verbreiteten. Hat Jesus nur die elf Jünger damals gemeint? Ist der Auftrag heute noch so zentral?

Lest 1. Petrus 3, 15. Was bedeutet das für euer Leben?
Lest Kolosser 4, 6. Wenn ihr an Gespräche in eurer Klasse denkt - was bedeutet dieser Vers dafür?
Lest Johannes 14, 26. Was bedeutet das für euch, wenn ihr den Auftrag umsetzen wollt?
Klar wird: An ganz vielen Stellen in der Bibel werden wir als Jesus-Nachfolger aufgefordert, uns nicht für Jesus zu schämen und ganz aktiv unseren Glauben anderen weiterzusagen! Für mich waren dabei zwei Erkenntnisse total hilfreich:

1. Wir sind Botschafter von Gottes Reich!
Lest mal den Schlüsselvers in 2. Korinther 5, 20. Stellt euch diese Fragen:
- Was bedeutet dieser Vers?
- Was macht ein Botschafter beruflich?
- Welches Verhalten entspricht vermutlich einem Botschafter - etwa dem deutschen oder Schweizer Botschafter in Italien?
- Warum ist es eine Ehre, Botschafter für Gottes Sache zu sein?
Wir sind Botschafter von Jesus – dem Herrn der Herren, dem König aller Königen! Er hat uns auserwählt für seine Sache einzustehen, sein Reich zu präsentieren und Stellung zu beziehen. Nicht immer und ungefragt, sondern dann, wenn es passt, wenn Gott selbst uns (über)natürliche Möglichkeiten dazu schenkt und wir konkret gefragt werden! Mir hilft das, viel unverkrampfter und entspannter an den Missionsauftrag ranzugehen: Wir müssen nicht irgendetwas Peinliches durchziehen, sondern können natürlich und selbstbewusst Rede und Antwort stehen. Und dafür müssen wir uns nicht schämen, denn es gibt kein größeres Privileg, als zu so einem Botschafter-Job berufen zu sein!
Wenn ihr wollt, lest noch diese Bibelverse dazu: 2. Korinther 5, 11; Lukas 24, 48; 1. Johannes 1, 2; Johannes 4, 14.

2. Wir sind für diesen Auftrag top ausgestattet!
Vielleicht denkt ihr: »Das ist uns eine Nummer zu groß ...« Damit seid ihr in guter Gesellschaft! Auch Mose und vielen anderen Frauen und Männern in der Bibel ging es so – bis sie kapiert haben, dass Gott sie perfekt für diesen Special-Auftrag ausgerüstet hatte! Er kennt uns und er hat vorgesorgt. Er ist nämlich in Form des Heiligen Geistes höchstpersönlich zu jeder Zeit als Helfer, Freund und Coach bei uns!
Lest mal Apostelgeschichte 1, 8 und Matthäus 28, 19b. Mehr geht nicht! Und mehr brauchen wir nicht!
Wenn ihr wollt lest noch: Jeremia 1, 6.7; Matthäus 10, 19.20.


Ausprobieren

Diese Woche geht es also darum, dass ihr als Jesus-Botschafter aktiv werdet, euch zu erkennen gebt und damit hoffentlich spannende Erfahrungen macht!

Eure erste Aufgabe: Versucht euch ganz bewusst in dieser Woche ständig als Jesus-Botschafter zu sehen und zu verhalten. Telefoniert einmal täglich miteinander und erzählt euch von euren Erlebnissen. Folgende Fragen können hilfreich sein:
- Gab es heute eine Situation, in der ihr als Botschafter für Jesus Stellung beziehen konntet - in der ihr über Jesus reden konntet? Habt ihr es getan? Warum oder warum nicht? Wie war’s?
- Habt ihr heute euren König repräsentiert, gelebt, wie es zu Gott passt, in dem wie ihr gedacht, geredet und gehandelt habt?
Botschafter sind viel unterwegs und halten bei den unterschiedlichsten Anlässen Reden, überreichen Gastgeschenke, vermitteln bei Konflikten oder beziehen zu bestimmten Themen Stellung.
Eure zweite Aufgabe ist deshalb eine konkrete Botschafter-Aktion. Denkt euch etwas aus, das andere auf Jesus aufmerksam macht und setzt es im Laufe dieser Woche in die Tat um.
Wie wäre es mit einem kreativen Jesus-Gastgeschenk für jemanden, der noch nicht so viel mit Jesus anfangen kann? Oder ihr organisiert einen Oster-Empfang für eure Klassenkameraden und schaut gemeinsam den Jesus-Film oder »The Passion«. Ihr könntet aber auch als Jesus-Botschafter irgendwo Stellung beziehen und schreibt beispielsweise einen Artikel für die Schülerzeitung. Werdet botschaftlich kreativ!


Vertiefen

In der guten alten Luther-Bibelübersetzung taucht das Wort »Mission« nicht ein einziges Mal auf - seltsam, oder? Es ist aber an sehr vielen Stellen die Rede davon, dass wir »Gesandte Gottes« sind. Forscht mal nach! Unter www.bibelserver.de findet ihr eine kostenlose Onlinekonkordanz. Dort könnt ihr eine moderne Bibelübersetzung auswählen (z.B. Die Gute Nachricht) und gezielt die Bibel nach Wörtern wie »gesandt« oder »senden« durchsuchen lassen. Versucht mal diese Fragen zu beantworten:

Was steht in der Bibel über Jesus, den Gesandten? // Was war/ist das Ziel seiner Sendung? // In welchem Zusammenhang, wohin und wie sendet Jesus seine Nachfolger? // Was bedeutet es für uns gesandt zu sein?


2oder3 | Woche 10

Erinnern und weitersagen


Kapieren

Wie war eure Botschafter-Aktion? Habt ihr den König würdig repräsentiert? Hattet ihr tolle Gelegenheiten über ihn zu reden? Wenn nicht, lasst euch nicht entmutigen, sondern betet weiter, dass Gott euch Möglichkeiten schenkt und bleibt dran!

Lest zusammen Psalm 105, 1-8.
Wir sollen uns immer wieder erinnern, was Gott getan hat und anderen davon erzählen! Das Volk Israel hat immer wieder Gottes Taten in Liedern aufgeschrieben oder zu den vielen Festen erzählt.
Lest 1. Thessalonicher 2, 12. Es geht darum, sich gegenseitig zu ermutigen, über den eigenen Tellerrand zu schauen, zu staunen und sich mitzufreuen an dem, was Gott tut. Es bedeutet aber auch, sich gegenseitig abzustimmen – sich zu vergewissern, dass man noch auf der richtigen Jesus-Spur ist. In unserer Jugendarbeit nennen wir diese Zeit »E-Time«: Erlebtes, ehrlich zur Ehre Gottes erzählen! That’s it: Gott in den Mittelpunkt zu stellen, ihn groß zu machen, Zeugnis zu geben von seinem konkreten Handeln in unserem Leben!


Ausprobieren

Unser Vorschlag für diese Woche: Sprecht mit eurer Gemeindeleitung und fragt, ob ihr beim nächsten Gottesdienst fünf Minuten von dem erzählen dürft, was ihr in den letzten Wochen mit Gott erlebt habt: Erzählt, was ihr über Gott gelernt hat oder wie er durch euch schon gehandelt hat, was ihr mit ihm erlebt habt. Wichtig ist das »E«: Ehrlich und zur Ehre Gottes! Es geht nicht darum, wie toll und mutig ihr seid, und was ihr alles heldenmäßig erlebt habt. Sondern es geht allein um Jesus.

Alternatividee: Ihr könnt natürlich auch in eurer Jugendgruppe davon erzählen oder eure Erlebnisse auf ein großes Plakat schreiben und Fotos dazukleben und in der Gemeinde aufhängen oder einen Bericht für euren Gemeinderundbrief schreiben oder ...


Vertiefen

Gott ist es, der uns zuallererst liebt. Wir leben allein aus Gottes Gnade. Wir können Gott nichts vorweisen und müssen auch keine Leistungen bringen. Er liebt uns bedingungslos! Trotzdem können und sollen wir unsere Beziehung mit ihm immer wieder überprüfen – durchchecken, ob wir geistlich weitergekommen oder eher stehen geblieben sind. In Galater 5, 22-24 findet ihr eine Liste mit Eigenschaften – genannt die »Früchte des Heiligen Geistes« – die sich super eignet, um solch einen geistlichen Selbstcheck durchzuführen:
Ganz ehrlich: Wie sieht’s momentan bei dir aus, was diese »Früchte« angeht?
Liebe – dir selbst, anderen und Gott gegenüber?
Freude – im Schulalltag, an Jesus, am Leben?
Frieden – zu Hause, mit Klassenkameraden, im Teenkreis?
Geduld und Vertrauen – was die Veränderung bestimmter Situationen betrifft?
Freundlichkeit – auch unbekannten oder unangenehmen Menschen gegenüber?
Güte und Dankbarkeit – was sich auch im Teilen und Abgeben zeigt?
Treue – in Freundschaften, in eurer Beziehung zu Jesus?
Bescheidenheit – in eurem Auftreten, in euren Wünschen und Zielen?
Selbstbeherrschung und Disziplin – beim Bibellesen und in eurer Mitarbeit?


2oder3 | Woche 11

Kreative Bibelleseaktion III


Kapieren

Ein Freund von mir sagt schon seit mindestens zwei Jahren, dass er dringend Sport machen muss. Findet er ziemlich wichtig. Inzwischen plagen ihn Knieschmerzen, sobald der Weg weiter ist als bis zum Auto vor der Tür und ein bisschen Muskelaufbau könnte da Wunder tun. Und fitter würde er auch gern werden. Aber außer grübeln, welche Sportart es denn sein könnte, war da bisher nix.

Vielen Leuten geht's genauso mit dem Glauben. Klar würd ich gern mehr wissen - schon um anderen davon erzählen zu können. Klar hätte ich gern einen besseren Draht zu Gott. Klar würde ich gern ein bisschen mehr Power im Glauben erleben. Aber eher so theoretisch. Man müsste ja was tun ...
»Welch eine Köstlichkeit sind deine Worte! Sie sind noch süßer als der beste Honig!« Das ist kein Dialog aus dem letzten amerikanischen Schmachtstreifen, sondern Worte vom Psalm 19-Schreiber an Gott. Okay, wir würden das vielleicht anders ausdrücken - »Deine Worte hauen echt rein wie 'ne Pepperoni-Schinken-Pizza!«. Es stehen ja nicht alle auf Honig. Aber die Begeisterung über Gottes Wort (der Psalmist hatte damals nur einen Teil vom Alten Testament der Bibel) hört man ziemlich klar raus. Das kommt aber nicht, weil der irgendwo auch nen frommen Spruch aufm Kalender hatte. Sondern weil der sich voll reingekniet hat: »Ich habe dein Gesetz unendlich lieb! Den ganzen Tag beschäftigt es mein Denken«.
Ihr habt euch mit 2oder3 schon beim Glaubens-Sportkurs angemeldet - ihr habt schon angefangen, nicht nur theoretisch wachsen zu wollen, sondern praktisch loszugehen. Ich wette, ein paar Glaubensmuskeln sind schon aufgebaut ...!
Noch mehr Sport gibt's in dieser Woche: Bibellesen ist für den Glauben wie regelmäßige Liegestütze oder Joggingläufe oder Schwimmtraining. Gott redet in der Bibel, wir lernen ihn und seine Gedanken und wie er handelt besser kennen. Bibellesen ist echter Muskelaufbau.


Ausprobieren

In dieser Woche gibt's ein bisschen zu lesen - und viel zum Nachdenken und Aufschreiben ...

Jede oder jeder von euch sucht sich einen anderen Fünfer-Pack an Versen aus, die ihr in der Woche lest, zum Beispiel an jedem Wochentag einen. Und dann schreibt ihr dazu Gedanken für den andern auf und tausch sie beim nächsten Treffen aus - oder e-mailt sie dem andern vorher. Der dann in der Woche danach in seiner Bibellesezeit jeden Tag einen von diesen Versen und Gedanken lesen darf. (Wenn ihr zu dritt seid, müsst ihr einen kleinen Ringtausch vereinbaren ...).

Eins: Römerstraße
Römer 3, 23
Römer 6, 23
Römer 10, 10
Galater 2, 20
Lukas 9, 23

Zwei: Dreiverssechzehn
Johannes 3, 16
2.Timotheus 3, 16
Kolosser 3, 16
1.Petrus 3, 15.16
Hebräer 3, 16

Drei: Alt-Testament-Auswahl
Jesaja 45, 18
1. Chronik 16, 28.29
Psalm 89, 48
Psalm 139, 23.24
Sprüche 16, 24

Alternativtipp: Wenn ihr wollt, könnt ihr euch auch gleich während eures Treffens jeder für sich hinsetzen und eure Gedanken zu den fünf Versen aufschreiben.


Vertiefen

Die Bibel hat zwei Teile: Das Alte und das Neue Testament. Für uns Christen ist, wie der Name schon sagt, das am wichtigsten, was mit Jesus Christus zu tun hat. Wir glauben, dass Gott durch den Tod von Jesus am Kreuz und seine Auferstehung eine neue Abmachung mit uns getroffen hat, die auch jetzt noch für uns gilt. Man sagt »Wir leben in der Zeit des Neuen Testaments«. Versucht mal, folgender Frage nachzugehen: Ist das Alte Testament dann eigentlich heute noch für uns aktuell? Fragt euren Pastor oder Jugendleiter, googelt danach oder fragt im christlichen Buchladen nach einem Buch zu diesem Thema. Ein Tipp: Eine bessere Bezeichnung wäre vielleicht Erstes und Zweites Testament ...


2oder3 | Woche 12

feiern!


Kapieren

Zwölf Wochen seid ihr jetzt dabei. Glückwunsch! Da wird's Zeit zu feiern: weil ihr durchgehalten habt, weil ihr gute Zeiten mit Gott hattet, weil ihr euch jetzt noch besser kennt, weil ihr eure Glaubensmuskeln gestärkt habt - und weil Gott feiern liebt! Dafür braucht man sich nur mal die ganzen Feste angucken, die mehrmals im Jahr über mehrere Tage in Israel liefen. Und Jesus hat sein erstes Wunder schließlich bei einer großen Hochzeitsparty getan und für den Weinnachschub gesorgt (Johannes 2) und aus einer Predigtveranstaltung hat er gleich ein großes Picknick für alle gemacht und mit Brot und Fisch die Verpflegung vermehrt (Matthäus 15). Im wahrscheinlich bekanntesten Gleichnis, das Jesus erzählt hat - der Geschichte vom verlorenen Sohn und dem, der zu Hause blieb - wird zum Happy End ein großes Fest gefeiert.
Lest zusammen Sprüche 9, 7-10. Auch das steht in der Bibel. Also feiert!


Ausprobieren

Jesus hat vor allem mit Leuten gefeiert, die nicht besonders fromm waren. Und als Matthäus Gott zum Chef seines Lebens machte, hat er als Erstes alle seine Freunde eingeladen und eine Party geschmissen (Lukas 5, 27-32). Heute habt ihr Zeit eine Fete zu organisieren.

Das Coolste wäre natürlich, ihr ladet Freunde aus eurer Schule, dem Sportverein, der Nachbarschaft oder irgendwelche anderen Leute ein, die Jesus noch nicht kennen und erzählt ihnen kurz, was ihr feiert und warum. Ihr könnt mit Chips und Cola Musik hören - oder euch etwas Originelles ausdenken ...

- Ein Jesus-Picknick mit Fischburger um Mitternacht bei Mc Donald's im Kinderland
- Eine Kleidertauschparty oder Ampel-Roulette (Seite 23)
- Eine schwarz-weiß Party mit schicker Kleidung, Lakritz, Marshmallows, Quark und einem schwarz-weiß-Film wie »Dinner for One«
- Eine Playstation-Party mit Multiplayer-Games oder dem Spiel »Eye-Toy-Play«
- Oder ihr habt noch eine viel bessere Idee. (Wenn ja, verratet sie uns! Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

Wenn ihr andere 2oder3-Gruppen kennt, könnt ihr so eine Party für Freunde auch mit ihnen zusammen organisieren - mit vielen Leuten feiert sich's manchmal besser ... Und natürlich bekommt euer Coach eine Ehreneinladung!


Vertiefen

Wenn ihr in der letzten Woche füreinander Gedanken aufgeschrieben habt, dann tauscht eure Notizen heute aus - und ihr könnt in der nächsten Woche entdecken, was der oder die andere für Ideen über Gott und seine Worte hat!

Jetzt wird's natürlich auch Zeit zu überlegen, wie es weitergeht: Wollt ihr euch weitertreffen? Ihr könntet zum Beispiel mit dem soeben druckfrisch erschienenen Jüngerschaftskurs für Teens weitermachen: »Leben mit Jesus ... Leben mit Biss - Jüngerschaftskurs 4 Teens« von André Wilkes, SCM R. Brockhaus. Oder vielleicht hat euer Coach eine Idee?


Es war uns eine große Ehre, mit euch zwölf Wochen unterwegs zu sein, gemeinsam lesen, denken und wachsen zu dürfen. Bleibt dran an Jesus. Es lohnt sich - das Leben bleibt spannend! Gott mit euch!

Text und Konzeption
| Anja Schäfer, Andreas Frick